Vita

 

MK_Kreide_rund

 

Marco W. Kocks
Kreidekünstler

 

 

Auf Kohlen geboren, an Kreide gewachsen.

1977 - Ich werde in Mülheim an der Ruhr geboren. Meine Eltern sind  in der Gastronomie tätig, die meiste Zeit verbringe ich bei den Großeltern. Mein Großvater ist Jäger. Seine Leidenschaft ist die Ölmalerei.

1982 - Fünfjährig sitze ich auf einem Baugerüst und beobachte meinen Großvater, wie er mit feinem Pinsel ein Wandgemälde auf die Fassade seines Einfamilienhauses malt. Am Abend erzählt er stolz, ich hätte ihm geholfen.

1985 - Meine Eltern eröffnen eine Gaststätte. Ich sitze fasziniert auf einem Berg von Teppichrollen und schaue Großvater zu, wie er die Wand im Gastraum mit einem mannshohen Motiv verziert.

1994 - Meine Eltern sind seit Jahren geschieden. Nach meiner Schulzeit beschließe ich die Heimat zu verlassen und meinem Vater in den Hamburger Hafen zu folgen. Ich arbeite auf verschiedenen Werften als Industrie- und Schiffsmaler. Mit Schorsch, dem Schriftensetzer zeichne ich meine ersten Buchstaben auf den Bug eines Dampfers. Gemeinsam malen wir den Schiffsnamen auf.

1998 - Zurück im Ruhrgebiet werde ich angesprochen, ob ich mir vorstellen könne als Produktionshelfer in einer Filmproduktionsfirma zu arbeiten. Ich erfahre, dass mein zukünftiger Arbeitgeber einer der Mitbegründern des deutschen Kabelfernsehen war und willige sofort ein. Meiner Motivation und Reisebereitschaft folgen 126 Hotelübernachtungen in nur zwölf Monaten.  

2002 - Nach einem Praktikum in einer Werbeagentur bewerbe ich mich in der Eventbranche. Ich absolviere eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und verstehe erste Zusammenhänge von Dramaturgie, Marketing und Visual Branding. Nach meiner erfolgreichen Prüfung bin ich dort noch lange als Freelancer tätig.

2006 - Als sich die Gelegenheit bietet für eine international agierende Marketingagentur zu arbeiten, fokussiere ich mich in als Senior Project Manager vollends auf die Bereiche Event- und Brandmarketing. In den darauffolgenden Jahren wirke ich, meist hauptverantwortlich, an mehr als 140 Veranstaltungen für verschiedenste Branchen mit.

2010 - Als logischer Folgeschritt nach diesen spannenden Jahren erwächst nun der Wunsch neue, eigene Wege zu gehen. Autodidaktisch widme ich mich den Themen digitaler Filmschnitt und Post Production und vertiefe meine Kenntnisse im Grafikdesign. Sogenannte Live Visuals stehen bei Eventplanern zu dieser Zeit hoch im Kurs. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, arbeite ich als Screendesigner oder Visual Operator auf Firmenevents. Meine Aufgaben verlagern sich nun zunehmend von der Konzeption in Richtung Kreation. Als ich die Anfrage erhalte, das visuelle Konzept für eine Bühnenshow mit ehemaligen Artisten des Cirque du Soleil zu entwerfen, bespiele ich zum ersten Mal eine 200 qm große Leinwand mit Live Visuals.

2012 - Meine bisherige Lebensweise, die zahlreichen Überstunden und Nachtschichten fordern Ihren Tribut. Einen Hörsturz und eine brandheiße Diagnose später, beschließe ich, mich zukünftig mehr auf die Gestaltung und weniger auf die Veranstaltungsorganisation zu konzentrieren.

2012 - Als selbsttherapeutische Maßnahme, zur Entspannung und zum puren Spaß an der Freude tausche ich meine digitalen Hilfsmittel nun gegen analoge Werkzeuge ein. Ich beginne wieder zu malen. Ich übe ich mich in Acryl und Kalligraphie, lande dann aber schlußendlich bei einfacher Schultafelkreide. Was als Hobby begann, entwickelt sich schnell zur wahren Leidenschaft und erste Kreideobjekte entstehen für Familie und Freunde.

2015 - In meinem Projekt Kreideglück finde ich nun die Balance zwischen Beruf und Leidenschaft. Hier fließt nun alles vorhergegangene wieder ineinander.